immer noch aktuell

Vor einem Jahr hat unsere Singabstinenz begonnen und wie lange es dauern wird, bis wir uns wieder bei den Proben treffen können, ist ungewiss. Ich hoffe, ihr habt trotzdem eine sinnvolle Beschäftigung, die euch das Alleinsein etwas versüsst.

Unser Mitsängerin Beatrice Enzler, eine sehr talentierte Malerin, hat ein aussagekräftiges Bild gemalt und auch eine Erklärung zu den einzelnenFarben abgegeben.

Struckturpaste: holperig, hoffnungslos, ein Auf und Ab

Farbe weiss: Lichtblicke, Hoffnung noch gespickt mit

schwarz: Traurigkeit, Lustlosigkeit und Ungeduld

und rot bedeutet Freude, Freiheit und Normalität

 

ich finde es wunderbar, dass die rote Farbe aus allem heraussticht. Bleiben wir weiter und hoffnungsvoll und vor allem: GESUND

 

malen anstatt singen

das ist das Motto von Beatrice. Und ich möchte ergänzen, dass man auch beim Malen singen kann. Die Zebras sind einfach köstlich 

In Zeiten von Corona

 

ist es auch mir ein Bedürfnis, ein paar Worte darüber zu schreiben. Nur ganz kurz, man liest und hört ja täglich eine Flut von Mitteilungen und Verhaltensregeln. Ich denke, wir sind alle vernünftig genug, sie einzuhalten in der Hoffnung, dass unsere Isolation absehbar ist und wir uns trotz allem am Erwachen des Frühling erfreuen können.

Was würde besser in diese schwierige Zeit passen als der immer wieder berührende Text von Dietrich Bonhoeffer

In diesem Sinne wünsche ich allen gute Gesundheit und gaaanz viel Geduld.

 

Von guten Mächten treu und still umgeben,
Behütet und getröstet wunderbar,
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das Alte unsre Herzen quälen,
Noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
Das Heil, für das du uns bereitet hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
Aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
Dann wolln wir des Vergangenen gedenken
Und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und still die Kerzen heute flammen,
Die du in unsre Dunkelheit gebracht.
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
So lass uns hören jenen vollen Klang
Der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
All deiner Kinder hohen Lobgesang.


Von guten Mächten wunderbar geborgen,
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag