ein Neubeginn

am 27. August trafen wir uns, ( natürlich ganz ausgeruht nach der langen Singabstinenz) voll motiviert zur ersten Probe in diesem Jahr. Es war wunderschön wieder mal gemeinsam zu singen und es bleibt zu hoffen, dass dieses hartnäckige Virus uns nicht wieder einen Strich durch die Rechnung machen wird. 

Herbstgedicht

auch wenn wir es fast nicht wahr haben wollen: der Sommer verabschiedet sich und wir blicken erwartungsvoll auf den Herbst, der uns hoffentlich noch ein paar warme und sonnige Tage schenken wird. 

Rainer Maria Rilkes Herbstgedicht ist wunderschön, macht aber auch etwas nachdenklich.

 

 

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. 
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, 
und auf den Fluren laß die Winde los. 

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; 
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, 
dränge sie zur Vollendung hin und jage 
die letzte Süße in den schweren Wein. 

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. 
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, 
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben 
und wird in den Alleen hin und her 
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.